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Erfahrungsberichte

Helga Q. betreut Senioren und Kinder

Helga Q. mit ihren Senioren in Seifersdorf Helga Q. mit ihren Senioren in Seifersdorf

Dass Seniorenbetreuung nur kräftezehrend und schwierig sei, scheint ein weit verbreiteter Trugschluss in unserer Gesellschaft. Oft ist das persönliche Gespräch zu zweit, in der Gruppe oder die Anregung zu Beschäftigungen von noch größerer Wichtigkeit. Die Seniorenbetreuung der Arbeiterwohlfahrt in Seifersdorf und Wachau/Landkreis Kamenz, bildet da keine Ausnahme.

Über eine ABM kam Helga Q. zur AWO und brachte mit ihrer einfühlsamen Umgangsweise die Zeit und das Verständnis mit, sich den Erlebnissen und Problemchen „ihrer“ Senioren zu widmen.
Eine geeignete Mitarbeiterin auf dem Gebiet der Seniorenbetreuung war gefunden. Der Zeitraum für die ABM-Stelle verstrich viel zu schnell und bei der Suche nach einer Lösung schien guter Rat teuer. Da wandte sich die Arbeiterwohlfahrt an die Initiative TAURIS, damit Helga Q. über ein TAURIS-Projekt die Betreuung der Senioren fortsetzen konnte.

Gesagt – getan, Frau Quack blieb dem Seniorenclub erhalten und konnte auch die eine oder andere Aufgabe im Kinderhaus Wachau übernehmen, das ebenfalls zur Arbeiterwohlfahrt gehört. In guter Zusammenarbeit mit den Betreuerinnen des Kinderhauses konnte eine wunderbare Weihnachtsfeier organisiert werden – ohne die Hilfe von Helga Q. wäre dies in dem Umfang kaum realisierbar gewesen. Den Kindern gefiel es, und die Senioren waren begeistert.

Wir, das Frauenzentrum Görlitz e. V.

im Angebot 'Tanzen für Senioren' Tanzen für Senioren - im Frauenzentrum Görlitz e. V.

Hier arbeiten Frauen für Frauen ehrenamtlich bzw. gefördert durch Projekte „TAURIS“, „Aktion Mensch“ und „Aktion 55“ und über die Agentur für Arbeit, das Jugendamt, das Sozialamt.

Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, Frauen, Familien und Alleinerziehende zu stärken, damit sie ihre Isolation, Ängste und Alltagsprobleme überwinden können. So ist das Frauenzentrum ein offener Treffpunkt für Frauen und Familien, wo u.a. Beratungen und Vermittlungsgespräche zu sozialen, juristischen und partnerschaftlichen Fragen durch Vorträge, Seminare und Kurse angeboten werden.
Derzeit treffen sich im Frauenzentrum eine Stillgruppe und drei Selbsthilfegruppen: Frauen in Trennungssituationen, Eltern, deren Kinder von Asthma und Eltern, deren Kinder von ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) betroffen sind.

In unserem Familienzentrum wollen auch einige Senioren ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. So hat Gabriele F. durch das Projekt TAURIS eine Senioren-Tanzgruppe und einen Senioren-Chor mit 50 Sängerinnen und Sängern ins Leben gerufen. Die Tanzgruppe trifft sich nun regelmäßig freitags und gesungen wird jeden Mittwochnachmittag.

Viele weitere Aktivitäten, die Erleichterungen für Alleinstehende mit Kleinkindern und für kinderreiche bedürftige Familien bieten, sind Bestandteil des Angebotes unserer Einrichtung und werden gern in Anspruch genommen. Alles in allem sind wir ein aufgeschlossenes Team, wo es selbstverständlich ist, für die Belange anderer da zu sein.

TAURIS-Teilnehmer in Löbau unter Dampf

Siegfried S. bei der 'Lokpflege' Siegfried S. vor der "alten Löbauer Dame"

Siegfried S. blickt zum Scheinwerfer der alten Dampflok. „Wieder etwas erledigt!“ sagt er und freut sich, dass alles wieder funktioniert.

„Soll ich den ganzen Tag spazieren gehen? Das ist nichts für mich. Hier habe ich mit meinen Kollegen auch viel Sinnvolles zu tun, denn diese Raritäten wollen gepflegt werden und natürlich müssen auch die großen Ausfahrten in jedem Jahr gründlich vorbereitet
werden”!

Hannelore S. gestaltet Plakate, Aushänge und Faltblätter

Hannelore S. bei der Entwurfsgestaltung Hannelore S. bei der Entwurfsgestaltung mit einer Kollegin

Für Ausstellungen und viele andere kulturelle Veranstaltungen ist das Schloss Klippenstein in Radeberg schon lange eine gute Adresse. Dass die Öffentlichkeit darüber auch informiert ist, dafür ist Hannelore S. zuständig.

Ursprünglich über eine ABM ins Schloss gekommen, ist sie nun über TAURIS für ein paar Stunden in den alten Gemäuern tätig, um Plakate zu entwerfen, diese mit den jeweiligen Veranstaltern abzustimmen und alles weitere zu organisieren.
Hannelore S. ist froh, hier zu sein. Es macht ihr Spaß, außerdem hält sie für uns zur örtlichen Presse und den ausstellenden Künstlern sehr gute Kontakte.

... wieder einen Platz in der Gesellschaft finden.

Küche des Suchtzentrums Blick in die selbstverwaltete Küche des Suchtzentrums

Der Verein Suchtzentrum Leipzig e.V. besteht seit 1991. Als freier Träger der Suchtkrankenhilfe ist er gemeinnützig anerkannt und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen. Seit 1994 betreibt der Verein das Wohnprojekt „Domizil“, in dem suchtmittelabhängige Männer und Frauen in Wohngemeinschaften betreut werden. Unser Angebot in diesem Projekt richtet sich an chronisch mehrfachgeschädigte Abhängigkeitskranke (CMA), die ohne dieses Angebot obdachlos wären bzw. vermehrt stationäre Hilfen in Anspruch nehmen müssten. Die Betreuung erfolgt dabei im Kontext „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Aus der Erfahrung der letzten Jahre kristallisierten sich zwei Aufgaben heraus: 
1. Aufbau eines Kontaktbereiches mit einer von Klienten selbstverwalteten Küche, mit dem Ziel eines regelmäßigen und kostengünstigen Essenangebotes. 
2. Schaffung von sinnvollen Beschäftigungs- und Freizeitangeboten für Klienten innerhalb und außerhalb des Kontaktbereiches.

Zur Absicherung der darüber hinausgehenden Angebote werden über das TAURIS Projekt ehrenamtliche Mitarbeiter eingesetzt. Diese Mitarbeiter sind zumeist ehemalige bzw. aktuelle Klienten, die abstinent leben und deren Selbstwertgefühl durch die
ehrenamtliche Tätigkeit bei TAURIS beträchtlich gesteigert werden kann. 
Diese Aufgaben helfen den ehrenamtlichen Mitarbeitern, sich selbst zu erproben, durch eine sinnvolle Tätigkeit wieder Anerkennung zu finden und ihr persönliches Potential auszuloten und in der Praxis einzusetzen. Damit wollen sie ihrem Ziel ein großes Stück näher kommen, wieder einen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Was tun, wenn der Motor "spuckt"?

Hubert H. beim Fachsimpeln Hubert H. beim Fachsimpeln (Foto: Kinder- und Jugendfreizeit e. V.)

Hubert H. leitete viele Jahre die Station Junger Naturforscher und Techniker (ist jetzt langzeitarbeitslos). Er gründete die Arbeitsgemeinschaft Kfz-Technik, die sich noch heute großer Beliebtheit erfreut. Viele Stunden seiner Freizeit verbrachte Hubert H. in der Station mit der Kinder- und Jugendarbeit.

Unsere Einrichtung bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zur sinnvollen Freizeitbeschäftigung. In Arbeitsgemeinschaften können sie ihren Interessen nachgehen und werden dabei von meist ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern angeleitet. Der Kinder- und Jugendfreizeit e.V. (gemeinnütziger Verein) betreibt die Station Junger Naturforscher und Techniker. Der Einsatz von TAURIS-Kräften ist eine wertvolle und wichtige Unterstützung für die Tätigkeit unseres Vereins in Bezug auf personelle Absicherung und finanzielle Unterstützung.
Zur Erhaltung unserer Einrichtung sind im Innen- und Außenbereich täglich Pflege- und Reinigungsarbeiten erforderlich, die in großem Maße von diesen Kräften, bzw. Praktikanten und Ehrenamtlichen erledigt werden.

Klaus V. schafft über TAURIS den Einstig in den ersten Arbeitsmarkt

Klaus V. mit einer Bewohnerin im Marthaheim Zwickau Klaus V. mit einer Bewohnerin des Marthaheim in Zwickau (Foto: privat)

Seit 1999 war ich arbeitslos, drei Jahre habe ich in der Arbeitslosigkeit gewartet, ehe sich mir wieder eine neue Chance bot. Wenn es auch vorerst nur eine ehrenamtliche Tätigkeit bei TAURIS war, wollte ich diese Möglichkeit nutzen, um mich wieder aus der Isolation zu befreien und fit für neue Aufgaben zu machen. Wer jahrelang zu Hause hockt, wird ungeübt im Umgang mit Menschen, muss sich erst wieder an geregelte Abläufe gewöhnen.

2002 erfuhr ich von der TAURIS-Initiative. Obwohl ich von Beruf Elektriker bin, habe ich das Angebot von TAURIS angenommen, in ein Projekt meiner Wahl für einen gemeinnützigen Zweck einzusteigen. Ich hatte mir das Projekt im Pflegebereich für Senioren ausgesucht und wurde als Pflegehelfer für Senioren in das „Marthaheim“ Zwickau vermittelt.
Diese Tätigkeit macht mir viel Freude, ich kann sogar sagen, sie ist ein „Lebenstraum“, wenn ich dieses jetzt rückblickend auf diesen Beschäftigungswechsel betrachte.
Den Einstieg in mein jetziges Tätigkeitsgebiet habe ich durch TAURIS geschafft. Später konnte ich durch ein Qualifizierungsangebot, das mir die Leitung des Zwickauer Seniorenheimes unterbreitet hat, sogar noch zusätzliche Kenntnisse für diese neue Tätigkeit erwerben. Ich glaube, dass dieses Angebot auch ein Beweis dafür war, dass die Leitung des Seniorenheimes mit meiner Tätigkeit zufrieden war und mein Engagement, meine Erfahrungen und Kenntnisse als Bewerbung zweckdienlicher waren als eine anonyme schriftliche Bewerbung, die mit dem Makel behaftet ist, dass ich schon 55 Jahre alt bin. Deshalb war die Freude groß, dass ich anschließend an die Qualifizierungsmaßnahme einen befristeten Arbeitsvertrag für ein Jahr erhalten habe. Mittlerweile wurde der Arbeitsvertrag bis zum 30. Juni 2005 verlängert.

Ich möchte den Initiatoren von TAURIS danken, die durch ihr Engagement den Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit geben, sich psychisch wieder zu fangen und damit einen neuen Energieschub für ihr Leben erhalten.

Tom_23 Jahre

Besuch bei einer Bewohnerin im Altersheim

"Als meine Oma in ein Altersheim kam, habe ich bei meinen Besuchen auch andere ältere Menschen kennen und schätzen gelernt. Heute besuche ich viele von ihnen regelmäßig. Mir ist es wichtig, dass sie menschliche Nähe spüren und in Würde ihren Lebensabend verbringen können."

Anja_15 Jahre

Würfelnatter Würfelnatter, seltene Wasserschlangenart

"Die Elbe ist der Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen. Zum Beispiel für die Würfelnatter.

Gemeinsam mit anderen Schülern unseres Gymnasiums beteiligen wir uns nun an einem Projekt zur Wiederansiedlung dieser in Deutschland äußerst seltenen Wasserschlangenart."

Dieter_37 Jahre

3 Feuerwehrleute bei einer Übung Übung der Freiwilligen Feuerwehr

"Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr bin ich nicht nur im Einsatz, wenn's brennt: Hilfe bei Überschwemmungen oder Unwetterschäden gehören ebenfalls zu unseren Aufgaben. Aber auch das Vergnügen kommt nicht zu kurz, schließlich habe ich hier auch viele Freunde gefunden."

Anita_55 Jahre

Hausaufgabenhilfe Hausaufgabenhilfe (Copyright Johannes Grohmann, TAURIS Stiftung e.V.)

"Früher konnte ich täglich in der Kinderkrippe Kinder in ihrer Entwicklung fördern. Heute bin ich ehrenamtlich engagiert und nutze meine Zeit, um Kindern nach der Schule bei den Hausaufgaben zu helfen."

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